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Straub Beutin Architekten - Projekte
Bild Kindertagesstätte Jerusalemer Straße

Kindertagesstätte Jerusalemer Straße

offener Wettbewerb
zusammen mit Ulrich Schop
4. Preis

 
Ort  Berlin Mitte
Auftraggeber  Senatsverwaltung für Bauen und Wohnen
Zeit  2000
Kosten  3.000.000 €
 
Die abgerundete, geschwungene Form des dreigeschossigen Baukörpers paßt sich in ihrer Orientierung den Baufluchten an und leitet zusätzlich in der Situation des geöffneten Blocks beziehungsweise des Zwischenraumes zwischen Zeile und Blockrand in den Innenbereich über. In Analogie zum geschlossenen Block, dessen Höfe zur Belichtung als Hohlkörper stark Gestalt gebend sind, arbeitet die Kita mit einer positiven Figur, die dann entsprechend zum freien Aussenraum orientiert ist, genauer zu zwei Aussenräumen: dem öffentlichen Strassenraum der Jerusalemer Straße und dem privaten des Gartens.

Das Zentrum einer jeden Etage bildet eine fast fünf Meter breite Erschließungszone, die von den Gruppen gemeinsam zu nutzen ist und über die sie zum Teil direkt miteinander verbunden sind. In jedem Geschoss werden von diesem Bereich unmittelbare Bezüge zum Aussenraum hergestellt. Jeweils zwei Gruppenräume sind nebeneinander angeordnet. Mit den zugehörigen Nebenräumen ergibt sich ein Verbund von 4 Räumen, die über große Türen direkt zusammen geschaltet werden können.

Schotten aus Stahlbeton tragen die Geschossdecken. Die thermische Hülle wird als überwiegend transparente Konstruktion elementiert und in Tafeln vorgefertigt. Die nicht tragenden Innenwände des Hauses sind aus Gipskarton, Holz und Glas. Geschlossene Wandbereiche werden von Decken und der Aussenwand jeweils mittels eines Glasstreifens abgesetzt, um Durchblicke und Lichteinfall möglich zu machen. So ist auch von Innen die gerundete Form über mehrere Räume erlebbar.

Die ummantelnde äußere Hülle beeinflusst maßgeblich das Erscheinungsbild der Kindertagesstätte, die sich durch die horizontalen Bänder von Balkonen, Geländern und Sonnenschutz dynamisch darstellt.

Die im Grundriss entwickelte Logik des Hauses setzt sich im Aussenraum fort. Streifen verschiedener Materialität strukturieren den Garten. In den gepflasterten Bereich auf der Straßenseite gesetzt und mit dem großzügigen Platz am Eingang wird die Kita zum Bestandteil des öffentlichen Lebens an der Jerusalemer Straße.
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