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Straub Beutin Architekten - Projekte
Bild 5 Fingerabdrücke auf dem Wissenschaftsstandort

5 Fingerabdrücke auf dem Wissenschaftsstandort

Realisierungswettbewerb auf dem ehemaligen Gelände der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt
2. Phase

 
Ort  Rudower Chaussee in Berlin Adlershof
Zeit  2001
 
Dynamische, junge, zukunftsorientierte Unternehmen suchen einen Ort, an dem sie sich individuell entwickeln und präsentieren können, jedoch auch am Austausch mit anderen Unternehmen profitieren und wachsen können. Dafür wünschen sie eine Bauform, die ihnen die Freiheit läßt, eigene Gestaltvorstellungen nach außen zu tragen und damit eine eigene Adresse zu bilden, die aber auch in einen Gesamtzusammenhang eingebunden ist der, dem Charakter der Unternehmen entsprechend, eine Verbindung von Innovation mit der Tradition des Standortes als Ort für die Wissenschaft und ausgesuchter, darauf belassener Gebäude eingeht. Für die Felder des Wettbewerbsareals werden 5 Stück Stadt quasi als die individuellen Abdrücke der 5 Finger einer Hand konzipiert.

In heterogener Umgebung werden parzellenscharf 5 in sich eigenständige, als Baukörper prägnante und der jeweiligen städtebaulichen Situation entsprechende, mit dem Vorgefundenem im Kontext stehende Bauwerke vorgeschlagen. Entscheidend sind die baulich präzise formulierten Kanten der Baufeldgrenzen, die innerhalb der Gebäude in großzügigen Freibereichen ihren Gegenpart finden. Gleichfalls entscheidend ist die städtebauliche Präsenz der Baufelder 1 bis 4 zur Rudower Chaussee, um die mit anderen Gebäuden bereits begonnene Fassung des Straßenraumes im Sinne eines städtischen Raumes zu vervollständigen. Jedem Baufeld ist im Rahmen dieses Konzeptes ein eigener Charakter immanent, Vorgefundenes wird aufgegriffen, neu strukturiert, einbezogen, umgewandelt, interpretiert. Jedes dieser 5 Stücke Stadt hat seine eigene ausgeprägte Identität, die von den künftigen Nutzern auf die Identität der jeweiligen Unternehmen übertragen werden kann.

Das Baufeld 1 wurde vertieft bearbeitet und erhält eine den städtebaulichen Vorgaben angepaßte Struktur. Bandartig verwoben sind Streifen von Erschließung, Büro- und Freiflächen, die Kreuzungspunkte erfahren ähnlich einem plaid eine Verdichtung. An diesen 9 Punkten nehmen jeweils Turmbaukörper die Servicefunktionen, Erschließung und Versorgung auf. In 5 Geschossen sind die entstehenden 15 Flächen jeweils völlig frei von Einbauten und damit frei für die individuellen Bedürfnissen der Mieter. Die Grünbänder durchlaufen in der Ebene des Erdgeschosses das Baufeld und erlauben dem Flaneur die Promenade durch das Gebäude. Das Ensemble gliedert sich in 3 Bauabschnitte, die unabhängig voneinander Bestand haben und durch Brücken miteinander verbunden sind.
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