Bild Regierungsstandort Henning von Tresckow Straße

Regierungsstandort Henning von Tresckow Straße

Realisierungswettbewerb für den Neubau von Ministerien
zusammen mit Christoph Roedig und Ulrich Schop

 
Ort  Henning von Tresckow Straße in Potsdam
Zeit  2003
 
Der zukünftige Regierungsstandort bildet ein eigenes Quartier im Stadtgefüge Potsdams. Durch seine Lage im Zentrum hat er über den Lustgarten hinweg direkte Bezüge zu Marstall, zur Havel, zum Bahnhof und zur Speicherstadt. Die äußere Kante des Quartiers wird in größeren Teilen ergänzt, so dass der Standort zu einer klar umrissenen städtebaulichen Figur wird. Innerhalb des Quartiers entsteht im nördlichen Bereich ein offener Park, im südlichen Teil wird die neue Bebauung kompakt angeordnet.

Das städtebauliche Konzept sieht eine grundlegende Neuordnung des Areals vor. Zentraler Bestandteil ist der in Ost-West Richtung verlaufende Strip als öffentlicher Boulevard, durch den eine Verbindung zum Lustgarten, zur Havel und zum wieder geöffneten Stadtkanal hergestellt wird. Der Strip ist auch die interne Erschließung zwischen den Ministerien. Er ist der "Flur" des Quartiers, eine Zone der Kommunikation zwischen den einzelnen Ministerien und zwischen der Regierung und der Öffentlichkeit. Die beiden nördlichen Zugänge von der Henning von Tresckow Straße bleiben bestehen. Nach Süden zum Lustgartenwall führen 4 Durchquerungen. Der Strip als Verbindung vom Hafen am Lustgarten zum Stadtkanal schließt einen Rundgang am Wasser vom Regierungsstandort aus am Stadtkanal, der Havel und der Alten Fahrt entlang, durch den Lustgarten und zurück zum Regierungsstandort.

Die einzelnen Ministerien erhalten eigene Identitäten. Das Quartier besteht aus 7 Parzellen mit den Standorten für die Ministerien und die Kantine. Jede Parzelle hat einen klar identifizierbaren Ort mit einer eigenen Adresse an der Straße, die das Quartier umgibt. Gebäude unter Denkmalschutz und wertvolle Bausubstanz bleiben erhalten. Drei der Parzellen werden komplett neu bebaut. Bei 4 Parzellen werden die Altbauten durch Neubauten in unterschiedlichem Umfang komplettiert.

Das Wettbewerbsgebiet liegt unmittelbar am Lustgarten, südlich grenzt es an den Grünzug, der die Neustädter Bucht mit der Havel verbindet, westlich wird zukünftig der Stadtkanal verlaufen. Innerhalb des Quartiers entsteht ein öffentlicher Park, in den die vorhandenen, das Stadtbild prägenden Bestandsbäume integriert werden. Der südliche Teil des Quartiers ist dicht bebaut. Zwischen den Gebäuden entstehen Gärten und Höfe, die jeweils individuell als Themengärten gestaltet werden. Der Grünzug am Lustgartenwall wird mit öffentlichen Fuß- und Radwegen wieder hergestellt.

Als innerstädtischer Standort wird das Quartier an die vorhandenen Straßenzüge angebunden. Die Straße am Lustgartenwall wird beibehalten. Alle 7 Adressen sind somit von öffentlichen Straßen her erschlossen und bieten den Aufgaben eines Ministeriums entsprechend eine repräsentative Vorfahrt. Die Wege im Inneren des Quartiers bleiben Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Die Anlieferung der Ministerien und der Kantine erfolgt im südlichen Bereich über die Erschließungsstraße. Die Parkplätze liegen oberirdisch im Grünzug am Lustgartenwall.
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